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Präventionskonzept der IGS Obere Aar

Im Zentrum der Präventionsarbeit stehen Aktivitäten, die die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeit stärken, Aktivitäten also, bei denen der Einzelne sich selbst als verantwortliches, sein Leben oder die Gemeinschaft positiv gestaltendes Wesen erfährt. Darüber hinaus versteht sich Prävention aber auch als Entwicklung und Erprobung von Konfliktlösungsstrategien. Keimzelle einer so verstandenen Präventionsarbeit ist der wöchentliche Klassenrat. Ergänzend zum Klassenrat kann in Konfliktfällen das Beratungsangebot der Schulsozialarbeit von allen Mitgliedern der Schulgemeinde genutzt werden. Drohen Disziplinprobleme während des Unterrichts zu eskalieren, so bietet der Trainingsraum (s. Anhang 1) den störenden Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Distanz zu gewinnen, das eigene Verhalten zu reflektieren und durch wenige aber klare Regeln die Konsequenzen des eigenen Handelns abschätzen zu lernen. Gleichzeitig ermöglicht diese Maßnahme einen störungsfreieren Unterricht für alle übrigen Schüler. In enger Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen hat die Schule schließlich Konzepte zur Verbesserung der Kommunikationsstrukturen, zur Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien und zur Stärkung der Persönlichkeit entwickelt. Diese Konzepte umfassen folgende Maßnahmen:

Jahrgang 5 

Basisprogramm „Kommunikation und Konfliktlösung“

Träger: Schulsozialarbeit in Kooperation mit den Klassenlehrern.

Individuelle Beratung von Schülern, Eltern und Lehrern.

Jahrgang 6-8

Fortführung und Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Schulsozialarbeit und Klassenlehrern im Bedarfsfall.

Individuelles Konfliktberatungsangebot für Schüler, Eltern und Lehrer.

Jahrgang 7

Konfliktlösungstraining (s. Anhang 2)

Träger: Sozialkompetenzteam

Jahrgang 9

Eintägige Klassenbildungsmaßnahme

Träger: Kana Jugendkirche Wiesbaden

 

Unterstützungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer

Konfliktlösung und Prävention bilden einen Fortbildungsschwerpunkt der Schule. Im Vordergrund stehen hierbei Fortbildungsveranstaltungen, die von mehreren Kolleginnen und Kollegen gemeinsam besucht werden. So nahmen in den vergangenen Jahren etwa die Hälfte des Kollegiums sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulsozialarbeit sukzessive an einer mehrtägigen Fortbildung zum Thema konstruktive Konfrontationspädagogik teil .

Seit dem Schuljahr 2007/2008 trifft sich das Sozialkompetenzteam auf der Grundlage dieser Fortbildung alle zwei bis drei Monaten. Im Rahmen dieser Treffen werden aktuelle Konflikte des Schulalltages aufgearbeitet. Das Team wird dreimal jährlich durch einen externen Supervisor beraten. 

Oktober 2013 / U. Seeger

Anhang 1: Trainingsraum

Zielsetzung

  • Das Trainingsraumprogramm durchbricht den für Lehrer und Schüler aufreibenden Kreislauf zwischen Störung und Ermahnung.

 

  • Nachhaltig störende Schüler erhalten die Möglichkeit, aus der Distanz heraus eigenes Verhalten zu reflektieren und zu überdenken.

 

  • Überschaubare Strukturen erleichtern es den Schülern, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

 

  • Lehrer werden in ihrem Bemühen um einen professionellen, d.h. sachlichen Umgang mit Konflikten unterstützt.

 

  • Eine positive Lernatmosphäre wird begünstigt. Die Unterrichtsziele werden eher erreicht.

 

  • Gleichzeitig erhalten Lehrer und Schüler die Gewissheit, dass Ursachen störenden Verhaltens zu einem späteren Zeitpunkt, gegebenenfalls unter Hinzuziehung der Schulsozialarbeit oder der Schulleitung besprochen und aufgearbeitet werden.

 

  • Die Eltern werden frühzeitig über Schwierigkeiten ihrer Kinder informiert und in die Suche nach Lösungen einbezogen.

Verfahren

  • In jedem Klassenraum hängen die von der Gesamtkonferenz verabschiedeten Klassenregeln.
  • Verstößt ein Schüler/eine Schülerin gegen diese Regeln, so wird er/sie von der Lehrkraft verwarnt (z.B. nach dem Prinzip „gelbe Karte“, „rote Karte“)
  • Bei erneutem Verstoß gegen eine Klassenregel wird der betroffene Schüler/die betroffene Schülerin für den Rest der Stunde mit dem bekannten Laufzettel in den Trainingsraum geschickt und füllt dort den Fragebogen aus.
  • Am Ende der Stunde zeichnet die verschickende Lehrkraft im Trainingsraumordner die Ankunft des Schülers/der Schülerin im Trainingsraum ab.
  • Am Ende des Schultages sichtet der Stufenleiter/die Stufenleiterin den Trainingsraumordner, kopiert die jeweiligen Unterlagen und reicht sie dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin weiter.
  • Der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin führt bei Bedarf ein klärendes Gespräch mit dem Schüler/der Schülerin und/oder der Lehrkraft.
  • Sammeln sich beim Klassenlehrer/der Klassenlehrerin drei Trainingsraumbesuche eines Schülers/einer Schülerin, so erhalten die Eltern eine schriftliche Benachrichtigung, die eine Missbilligung des Schülerverhaltens zum Ausdruck bringt. Ein veränderbares Formblatt steht zur Verfügung.
  • Folgt nun ein vierter Trainingsraumbesuch des/der Betroffenen, so folgt nach Absprache mit der Klassenkonferenz eine Ordnungsmaßnahme.

Anhang 2: Konfliktlösungstraining

Ziel des Trainings:

  • Schülerinnen und Schüler erproben Konfliktbewältigungsstrategien; diese werden in den Schulalltag integriert.
  • die Klassengemeinschaft wird gestärkt;
  • Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer werden unterstützt;
  • die Zusammenarbeit zwischen Schule und Polizei wird ausgebaut;
  • auf Probleme und Gefährdungen kann frühzeitig reagiert werden;
  • der dem Training zugrunde liegende Ansatz der konfrontativen Pädagogik wird im Kollegium verankert.

 

Durchführende

  • Lehrerinnen und Lehrer der IGS Obere Aar
  • Koordinationsstelle der Schulsozialarbeit im Rheingau-Taunus-Kreis
  • Schulsozialarbeit der IGS Obere Aar

 

Voraussetzungen

Konzeptionelle Grundlage für das Konfliktlösungstraining ist der Ansatz der konfrontativen Pädagogik nach Germscheid-Concept©. Alle an der Konzeption, Durchführung und Weiterentwicklung des Trainings Beteiligten haben an einer mehrtägigen Fortbildung zur Konfrontationspädagogik teilgenommen. Sie bilden gemeinsam das Sozialkompetenzteam und treffen sich im Abstand von zwei bis drei Monaten zur Koordination und Weiterbildung. Dreimal jährlich besteht die Möglichkeit an einer Supervision teilzunehmen.

 

Ablauf des Trainings:

Das Konfliktlösungstraining wird in allen Klassen des 7. Jahrgangs in der Zeit zwischen den Herbst- und den Weihnachtsferien durchgeführt. Jeweils zwei Mitglieder des Sozialkompetenzteams, eine Lehrerin/ein Lehrer und eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter der Schulsozialarbeit, betreuen eine Klasse. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer werden vorab über Hintergründe und Verlauf des Trainings informiert, nehmen beobachtend an dem Training teil und tauschen sich mit den Durchführenden im Anschluss an das Training über das Beobachtete aus. Auf dieser Grundlage wird das Konzept jährlich weiterentwickelt.

 

 
Gesamtschule mit Grundstufe und Ganztagsangebot  |  poststelle@igs-obere-aar.taunusstein.schulverwaltung.hessen.de Telefon: 06128-92530